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mit folgenden Themen - August 2020


Liebe Leserinnen und Leser

Dem Zahn der Zeit ein Schnäppchen schlagen

Pop-Up Thusneldaschule

Pop-Up im Loni-Übler-Haus

Aus unserer Ausstellung in der VR-Bank - Noris Weinbrand ...

Aus unserer Ausstellung in der VR-Bank - Brauerei Strebel & Wagner

Aus unserer Ausstellung in der VR-Bank - Fa. Ottmar Beckh KG

Mögeldorfer neue Fahrradstraße

Mögeldorf News

Liebenswertes Mögeldorf

Baugrube für das Projekt Seetor ausgehoben

Mögeldorf Feuerwehr ohne Paradedrill

Mögeldorf, Wirtshaus mit Hofanlage, 1593

Episoden aus der Mögeldorfer Geschichte. 8. Folge: Streik in Mögeldorf

Männerverein

Gesellschaftsvereine der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts

Tiergarten Nürnberg

Mitglieder Info




Seitenanfang| Liebe Leserinnen und Leser

ein Jahr „Pop-Up Mein Mögeldorf“ ist zu Ende gegangen. Der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. hat zusammen mit dem Museum Industriekultur Sie eingeladen, im Vorfeld der 1000-jährigen Ersterwähnung Mögeldorfs am 6.5.2025 darüber nachzudenken, was Ihnen Mögeldorf bedeutet, womit Sie sich besonders identifizieren, was Sie für Anregungen und Vorschläge haben, was Sie an Erinnerungen an Ihr Mögeldorf haben, was Sie an Bildern und Geschichten beitragen können.

Wir waren am Mögeldorfer Plärrer und auf dem Schmausenbuck. Wir haben an einem Wochenende im November die Blechspielzeugbahnen der Firma Ottmar Beckh ihre Bahnen ziehen lassen. Im Januar waren wir in der VR-Bank mit unserer Pop-Up-Ausstellung. Hierfür haben sowohl die Theodor-Billroth-Schule als auch das Loni-Übler-Haus einen Film produziert.

Die Thusneldaschule hat in Vorbereitung des Projektes sehr schöne Schülerarbeiten produziert. Diese konnten wegen der Coronakrise leider nicht persönlich in Augenschein genommen werden, aber unter www.meinmoegeldorf.de können Sie die Schülerarbeiten jederzeit einsehen.

Unsere erste Veranstaltung nach Lockerung des Lockdowns fand bei wunderbarem Sommerwetter große Resonanz im Loni-Übler-Haus. Fred Munker am Akkordeon und Peter Teschner mit der Geige holten den Hauch der internationalen Welt des Tangos von Argentinien bis Frankreich nach Mögeldorf. Dieses Konzert können Sie nachverfolgen unter www.meinmoegeldorf.de/livestream.

Unsere Auftritte bei der Mögeldorfer Kirchweih, dem Sportfest der SpVgg Mögeldorf 2000 und dem Schlusspunkt Mögeldorfer Schlossfest mussten wegen coronabedingter Veranstaltungsabsagen leider ausfallen, jedoch haben wir für einen Abschluss auf dem Mögeldorfer Kirchweihplatz gesorgt. Dort kamen noch einmal die Themen Sport, Kirchweih und Geselligkeit zum Ausdruck.

Uns haben aber auch viele Zuschriften mit Geschichten und Bildern zu Mögeldorf erreicht, sogar aus Kanada und den USA. Darüber freuen wir uns auch weiterhin, wir können noch viele Erinnerungen bis zur 1000-Jahr-Feier sammeln.

Danken möchte ich sehr herzlich für die Ermöglichung dieses wunderbaren Projekts Frau Kulturbürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner. Mein großer Dank gilt Frau Dr. Moritz, der stv. Leiterin der Museen der Stadt Nürnberg, dem Museum Industriekultur, Frau Dr. Dreykorn und Herrn Schütz, der Kuratorin Frau Katrin Kasparek und dem Veranstaltungsbüro Markelos Frau Lederer und Herrn Werner. Ein herzliches Dankeschön gilt auch den Leihgebern, insbesondere Herrn Edwin Hölzl und Herrn Dieter Beckh sowie den Sponsoren unserer Pop-Up-Reihe.

Ihnen allen wünsche ich schöne gesunde Sommertage und hoffen wir auf einen furiosen Schulauftakt nach der Sommerpause.

 Ihr Wolfgang Köhler |Seitenanfang

  

Seitenanfang| Dem Zahn der Zeit ein Schnippchen schlagen

Wir hoffen immer, dass wir vor Schaden behütet werden, dass sich eine Bedrohung glücklich in Wohlgefallen auflöst, dass der Kelch an uns vorüber geht. Eine solche Hoffnung drückt die Szene an der evangelischen Kirche in Mögeldorf aus und wer die Ostergeschichte aus der Bibel kennt, weiß, dass am Ende Tod und Erlösung steht. Aber soweit sind wir noch nicht. Jetzt herrscht noch eine geradezu verzweifelte Hoffnung vor, dass das absehbare Schicksal abgewendet wird, dass Liebe und Freundschaft und Zusammenstehen die Bedrohung abwendet. 

Die Ölberggruppe an der evangelischen Kirche beschreibt eine vielschichtige Situation, die uns anregt über Hoffnung und Enttäuschung, Behaupten und Scheitern nachzudenken.

Diese Ölberggruppe ist dringend sanierungsbedürftig. Nicht allein die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen, auch eine, aus heutiger Sicht, unglückliche Restaurierung aus dem Jahr 1907 hat zu weiteren Schäden geführt.
 
Wir sollten keine Zeit verlieren.
 

Es gibt eine Analyse und ein Konzept für die sachgemäße Restaurierung und eine Rechnung: ungefähr 71.000 Euro soll es kosten.

Bisher gesammelte Spenden und Förder-mittel decken knapp 50 % dieser Kosten ab. Auch der Bürger- und Geschichtsverein hat bereits einen guten Beitrag geleistet und die Kirchengemeinde wird die gebildeten Rücklagen einbringen.

 

Aber: es reicht noch nicht ganz.

Daher bittet Sie die evangelische Kirchengemeinde und Pfarrer Bauer-Marks herzlich um weitere Unterstützung. Damit der Kelch am Ölberg vorüber geht.

 

 

 

Bitte wenden Sie sich mit Fragen oder Anregungen an das Pfarramt (Kirchenberg 13, Tel. 09 11 / 5 43 00 94,

E-Mail pfarramt.moegeldorf-n@elkb.de).

 

Ansprechpartner für die Sanierung ist Pfarrer Ulrich Bauer-Marks und die Bankverbindung lautet:

IBAN: DE89 7605 0101 0001 0574 78

BIC: SSKNDE77XXX (Nürnberg)

Bank: Sparkasse Nürnberg

Stichwort: Sanierung Oelberg

 

 Mathias Monse |Seitenanfang


Seitenanfang| POP-UP Thusneldaschule

Das Pop-Up in der Thusneldaschule am 26.3.2020 konnte leider wegen Corona nicht stattfinden.
 

Schüler und Lehrer haben sich aber intensiv mit dem Thema befasst.

Viele sehr schöne und gelungene Arbeiten sind entstanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Seitenanfang| Pop-Up im Loni-Übler-Haus

Im Rahmen der Pop-Up-Station „Mein Mögeldorf“ fand am 21. Juni an einem wunderbaren sommerlichen Nachmittag das Stadtteilpicknick mit dem Akkordeon-Virtuosen Fred Munker, zusammen mit seinem Partner an der Geige Peter Täschner vom Staatstheater Nürnberg, statt. Es war die erste Aktion im Loni-Übler-Haus nach dem Corona-Lockdown.

  Da die Personenzahl noch begrenzt war (es war ausgebucht!) konnten alle nicht vor Ort anwesenden Interessenten das Livekonzert als livestream verfolgen. Es kann auch im „Nachklang“ unter www.meinmoegeldorf.de weiterhin angehört werden.

Der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. dankt sehr herzlich Frau Abel und allen Aktiven für den außerordentlich gelungenen Sonntagnachmittag.

 

 
 Kö.|Seitenanfang

 

Seitenanfang| Aus unserer Ausstellung in der VR-Bank

Noris-Weinbrand, Enzian und Edelkirsch – Die Weinbrennerei Metzger & Böhm

 Als 1896 die Weinbrennerei Metzger & Böhm vom Nürnberger Jakobsplatz in den Krähenhof in der Laufamholzstraße umzog, begann die Geschichte einer erfolgreichen Branntweinfabrik. Isaac Metzger und Selig Böhm richteten in Stall und Scheune die Produktionsanlagen ein und bauten das Bauernhaus zur Villa um.

Eine bedeutende Erweiterung erfuhr der Betrieb durch den Kauf des „Roten Ochsen“ im Jahr 1911 und die dazugehörigen Grundstücke, die kurz zuvor noch von der Brauerei Strebel & Wagner genutzt wurden.

Im Jahr 1938 zwang man die jüdischen Eigentümer, die Firma an die Noris Weinbrennerei Klöwer & Wiegmann zu verkaufen. Die jüdischen Eigentümer Otto und Jenny Metzger sowie Luise Freundlich wurden in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten umgebracht. Einige Firmenerben verbrachten die Zeit des Nationalsozialismus im amerikanischen Exil und einigten sich 1945 mit den neuen Besitzern auf einen Vergleich.

Noch 1964 erweiterte sich der erfolgreiche Betrieb um einen großen Neubau in der Laufamholzstraße 20, in dem nun etwa 70 Mitarbeiter beschäftigt waren. 1969 kaufte die Oetker-Gruppe die Weinbrennerei auf und gliederte sie 1971 der konzerneigenen Sektfirma Söhnlein Rheingold an.

Obwohl die Noris-Weinbrennerei noch 1976 mit der Produktion von 2,3 Millionen Flaschen „Noris Dreistern“ zu den Flaschenmillionären zählte, schloss die Weinbrennerei 1981, kurz nach der Übernahme durch die Firma Pabst & Richarz, völlig überraschend ihre Pforten.

Die Abbildung zeigt das erweiterte Betriebsareal rund um die Gaststätte „Zum Roten Ochsen“.
Rechts ist ein weiteres Betriebsgelände auf der anderen Seite der Laufamholzstraße zu sehen.
Karte um 1915.

             Quelle: Edwin Hölzl |Seitenanfang

 

Seitenanfang| Aus unserer Ausstellung in der VR-Bank


Das „herrliche Mögeldorfer Bier“ – Die Brauerei Strebel & Wagner

 

 
Die Brauereibelegschaft präsentiert sich stolz im Innenhof des stattlichen Firmenareals.
In der Brausaison beschäftigte das Unternehmen bis zu 50 Arbeiter um 1900.
Quelle:
Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. 

 

Vielen Mögeldorfern ist das Gasthaus „Zum Roten Ochsen“ noch als Sitz der Noris Weinbrennerei bekannt. Doch bereits seit 1850 war dies ein Ort, an dem Mögeldorfer Bier gebraut wurde. Unter mehreren Besitzern wurde das Gebäudeensemble an der Ziegen- und Laufamholzstraße zu einer stattlichen Brauerei mit Sudhaus, Malzdarre, Fässerhalle, Büttnerei und Bierkeller ausgebaut.

 

Um reichlich Kühleis zur Verfügung zu haben, erwarb der Brauer Johann Mörtel kurzerhand den Ebensee zum Brechen von Eis hinzu. Als 1880 Georg Guilini den Braue-reibetrieb übernahm, bot der Vertrieb von Natureis gute Zusatzeinkünfte.

1892 übernahm der Wöhrder Brauer Heinrich Strebel das inzwischen florierende Unternehmen. Ab 1897 trat es unter dem Namen „Strebel & Wagner“ auf.

Das hier gebraute Bier erfreute sich gro-ßer Beliebtheit und wurde immer wieder von der Lokalpresse gepriesen. Dies nahm wohl auch die Konkurrenz wahr. 1906 kaufte die Brauhaus Nürnberg AG die Brauerei auf, um sie kurz darauf stillzulegen.

 

Die Brauereibelegschaft präsentiert sich stolz im Innenhof des stattlichen Firmenareals. In der Brausaison beschäftigte das Unternehmen bis zu 50 Arbeiter. Fotographie um 1900.

 
 
 

Blick in die Elektrozentrale und das Maschinenhaus:
Die Brauerei Strebel & Wagner war ein Industriebetrieb
mit modernster Ausstattung. Fotographien um 1900.    
Quelle: Fränkisches Brauereimuseum   in der Bierstadt Bamberg e.V.

 
Die gezeigte Bierflasche stammt aus der Samm-lung Edwin Hölzl im Stadtarchiv Nürnberg, A 108 Nr. 29. 
 
   Quelle: Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V.|Seitenanfang


Seitenanfang| Aus unserer Ausstellung in der VR-Bank

Blechspielzeugträume für Bahnfans – Die Firma Ottmar Beckh KG

 

Die Fa. Ottmar Beckh KG brachte in der Nachkriegszeit mit der Produktion von Uhrwerkbahnen einen Zweig der Nürnberger Blechspielzeugindustrie von Gostenhof nach Mögeldorf.

1948 fand das Unternehmen, das vor dem Krieg in der Schreyerstraße beheimatet war, an der Bahnlinie in der Marthastraße ein neues Zuhause. Anfang der 1950er Jahre ergänzte der Firmeninhaber die noch aus Trümmerziegeln errichtete Halle um weitere Firmengebäude und ersetzte bis 1956 das gesamte Sortiment um Neuentwicklungen.

Die Spezialität der Birma Beckh waren Sortimentsbahnen: In einer schön gestalteten Packung erhielt der Kunde Gleise, Wägen und Zubehör wie Tunnels, Schranken oder Bahnhöfe.

Nachdem in den 60er Jahren zunehmend Spielzeug aus Kunststoff die traditionellen Blechspielwaren ersetzte, stellte der 63-jährige Ottmar Beckh nach dem Weihnachtsgeschäft 1969 die Produktion ein.

Zu Beginn der 1950er Jahre wurde das Betriebsgelände in der Marthastraße 25 um ein Verwaltungsgebäude und eine
Lager- und Fertigungshalle erweitert. Es existiert nur noch das Bürogebäude (im Bild vorne), das von Dieter Beckh, dem Sohn des Firmeninhabers heute bewohnt wird.

  

 

 

 

 Aquarell von Peter Bomhard. Quelle: Dieter Beckh |Seitenanfang


Seitenanfang| Mögeldorf neue Fahrradstraße

Radfahren ist in! Jung und Alt bevölkern immer mehr mit Rädern, Rennrädern, Mountainbikes und Pedelecs die Verkehrslandschaft.

Die Kommunen wollen das Problem mit neuen Radwegen, Schnellradwegen und neuerdings mit Pop-Up-Trails lösen.

Mögeldorf bekommt sogar eine Fahrradstraße!

Die Anlieger haben es bereits bemerkt: Die Stadt hat Schilder aufgestellt und riesige Straßenflächen an den Einmündungen der künftigen Fahrradstraße rot markiert.

Man kann sich fragen, ob wir das brauchen und was es uns bringt? In Nürnberg sind künftig zwölf solche Straßenzüge geplant und einer bereits in Betrieb (am Rennweg).

Radwege hat Mögeldorf im Pegnitzgrund (u.a. den berühmten 5-Flüsse-Radweg), ein anderer führt zum Tiergarten. Die Wege um den Wöhrder See sind durch Fußgänger und Radfahrer sehr frequentiert. Eine Entlastung für den Ost-Westverkehr ist dringend nötig. Da bietet sich eine Fahrradstraße an, zumal diese ohne große Baukosten verwirklicht werden kann.

In unserem Falle ist dies die 3,6 km lange Strecke von St. Peter bis Laufamholz , mit dem Straßenzug Gleißhammer – Dientzenhofer – Balthasar Neumann – und Thäterstraße.

Teile dieser Strecke sind für Kraftfahrzeuge nicht durchfahrbar. Nur der Ring und die Schmausenbuckstraße bringen für den Radler zwei Stopstellen. Das ist für diese lange Strecke sehr günstig.

  

Was bringt die Radstraße für den Radfahrer?

Maximal Tempo 30 ist generell vorge-schrieben, was in unserem Gebiet sowieso schon gültig ist.

Zwei Radfahrer dürfen nebeneinander radeln (aber nicht absichtlich das Über-holen von Autos verhindern.).

Radfahrer haben bei allen Einmündungen (roter Untergrund) Vorfahrt. Siehe Verkehrsschild „Nächste Kreuzung Vorfahrt“. Ansonsten gilt die allgemeine Verordnung rechts vor links.

 
Bei nächster Einmündung Vorfahrt gesichert 
 

  

Was bringt die Radstraße für den Auto- und Motorradfahrer?  

Maximal Tempo 30 generell.

Autos und Motorräder dürfen Radler überholen, wenn der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.. Kinder unter 8 Jahren müssen den Gehsteig benützen (ohne Eltern).

Radstraßen sind keine Durchgangsstraßen, Lastwagen nur zur Anlieferung erwünscht.

Parken nach Möglichkeit erlaubt.

Natürlich gelten die bekannten Grundregeln: Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und Rücksicht

Besonders auch für das schwächste Glied der Verkehrsteilnehmer, den Fußgänger!

 

 

 F. Schaller|Seitenanfang


Seitenanfang| Mögeldorf News

Die kommende Generation der Fahrradfahrer schaut zu, wie die Schilder für die neue Fahrradstraße aufgestellt werden.

 

 Harald Klemm |Seitenanfang


Seitenanfang| Liebenswertes Mögeldorf

 

 

 Renoviert - trotz CORONA | F. Schaller.|Seitenanfang


Seitenanfang| Baugrube für das Projekt Seetor ausgehoben

 

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Seitenanfang| Mögeldorf Feuerwehr ohne Paradedrill


 Aus dem Protokollbuch 1897 | F. Schaller|Seitenanfang

 

Seitenanfang| Mögeldorf, Wirtshaus mit Hofanlage, 1593

Fritz Rühl, Wirt auf der Rieterschen Schenkstatt zu Mögeldorf, wollte 1593 seine Stallung (Mitte rechts) vergrößern, wozu dieser Plan gefertigt wurde. Zwei Jahre zuvor hatte er bereits unerlaubterweise ein Feuerrecht von dem als Tanzboden genutzten Gebäude (Mitte links) in das Wirtshaus (unten) verlegt, weshalb er eine Strafe von 10 Gulden zahlen mußte.

Es handelt sich hierbei um einen der schönsten Waldamtspläne aus dem 16. Jahrhundert, die eine ganze Hofanlage zeigen. Vom Wirtshaus (unten) ist nur der Grundriß aufgenommen. Linksdaneben ist der Backofen abgebildet, ganz hinten der strohgedeckte Stadel mit zwei Anbauten neben dem Tor – möglicherweise handelt es sich dabei um Bienenkästen.

Staatsarchiv Nürnberg, Reichsstadt Nürnberg, Waldamt Lorenzi Akten I Nr. 1053/1, Plan 1

Die damalige Lage im heutigen Mögeldorf dürfte etwa in Höhe der Mögeldorfer Hauptstraße 53 zu verorten sein.

Bild in der Heftausgabe August 2020

 

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Seitenanfang| Episode aus der Mögeldorfer Geschichte. 11. Folge: Streik in Mögeldorf

Am 28. März 1595 erschienen Georg Kist und Hanns Simon, Vierer (gewählte Vertreter der Dorfgemeinde) zu Mögeldorf, im Landpflegamt und gaben für sich und ihre beiden Mitvierer zu Protokoll:

  

Vor zwei Jahren hatten die Mögeldorfer Vierer um eine neue Gemeindeordnung suppliziert (gebeten), die der Rat daraufhin ausgearbeitet und allen in Mögeldorf begüterten Eigenherren vorgelesen habe. Als diese einverstanden waren, sei sie mit dem Ratssiegel und den Siegeln von Carl Tetzel und Wolf Löffelholz, den Eigenherren mit den meisten Untertanen in Mögeldorf, für sich selbst und ihre Miteigenherren besiegelt und schließlich der Dorfgemeinde publiziert worden. Diese Gemeindeordnung enthalte auch einen Punkt, der den Verkauf von Mist außerhalb der Gemeinde bei Strafe von 63 d (Denar = Pfennig) verbiete. Nun habe aber der Korbmacher und Caspar Tuchersche Untertan Georg Prechtel sechs Fuder Mist nach Weigelshof verkauft und weigere sich auf Befehl Tuchers, die ihm auferlegte Strafe zu zahlen. Die Vierer baten daher das Landpflegamt, es möge auf die Einhaltung der Ordnung dringen, sonst würde sich niemand mehr daran halten.

 

Merkwürdigerweise datiert das folgende Schriftstück, die Stellungnahme Caspar Tuchers zu diesen Vorwürfen, erst vom 28. Juli 1596, länger als ein Jahr später. Gab es zwischenzeitlich mündliche Verhandlungen, hatte das Landpflegamt die Bearbeitung verschlampt oder gar absichtlich verzögert, oder hatte Tucher versucht, die ganze Affäre einfach auszusitzen? Jedenfalls ist seine Stellungnahme eine Generalabrechnung mit der Gemeindeordnung, ihrem Zweck, der Art ihres Zustandekommens und der dubiosen Rolle der Vierer und des Landpflegamts dabei.

  

Schon die Art der Entstehung der Gemeindeordnung hält Tucher für einen Skandal. Richtig wäre es gewesen, wenn zunächst die Untertanen sich auf einer allgemeinen Gemeindeversammlung untereinander auf den Text einer Ordnung geeinigt hätten, dann auf dieser Grundlage die Eigenherren unter-einander und schließlich das Landpflegamt diese Ordnung in Kraft gesetzt hätte. Hier aber sei es anders gewesen: Nur die reichsten Bauern und Grundbesitzer, die Vierer und die „furnemsbsten auß der gemain“, hätten mit Hilfe und Rat ihrer Eigenherren und des Schreibers in der Landpflegstube eine Gemeindeordnung „nach Irem vortheil und zu Unterdruckung der Armen“ beschlossen, bei deren Verkündung Tuchers Untertanen, aber auch andere gerade wegen des Verbots des freien Mistverkaufs heftig widersprochen hätten. Aber auch Tucher selbst sei völlig übergangen worden, denn das zwingend erforderliche Umlaufverfahren unter allen Eigenherren sei nicht eingehalten worden, und er habe die neue Ordnung daher gar nicht zu Gesicht bekommen. Wenn die Landpflegschreiber in der Einleitung der Ordnung geschrieben hatten, sie sei mit Zustimmung aller Eigenherren erlassen worden, so sei das eine bewusste Lüge. Schließlich sei die Besiegelung einer Dorfordnung durch den Nürnberger Rat unrechtmäßig; normalerweise siegelte das Landpflegamt. Wer hatte diese Siegelung betrieben, der Landpflegschreiber oder Carl Tetzel und Wolf Löffelholz? Was Tucher nicht sagt, aber mit dieser Frage durchblicken lässt: Offensichtlich befürchteten einige der Beteiligten Widerstand gegen ihr Vorgehen und wollten sich mit dem Ratssiegel absichern.

  

Als Zweck all dieser Machenschaften vermutet Tucher die Absicht, „damit die reichen und vermuglichen Paurn, die viel Velder haben, auch die Burger, so ire Velder selbst pauen, den Mist von den armen Köblern nach irem Gefallen und nemlich ein Fuder mit zweyen Pferdten umb 36 d und eins mit dreyen Pferdten umb 48 d erjagen, da Sy doch hergegen fur das erste mal ¼ fl und das ander 1/3 fl und mehr haben mogen, darzu sie sich in kheinem weg verbinden oder einlassen, noch ein solche Dienstbarkeit auf sich laden khunden und wollen.“

  

Ein heutiger Leser mag Schwierigkeiten haben, den Kern des Problems zu verstehen. In einer Zeit ohne Kunstdünger war Mist das wichtigste Mittel, die Ertragskraft der Felder zu erhalten und zu steigern, und er war immer knapp. Die reichen Bauern und Grundbesitzer hatten also allen Grund zu versuchen, den von Mögeldorfer Vieh produzierten Mist in der Gemeinde zu halten und seinen Preis möglichst zu drücken. Umgekehrt hatten die Köbler, die Besitzer kleiner Gütchen ohne nennenswerten Grundbesitz, aber mit ein oder zwei Stück Vieh, ein dringendes Interesse daran, dessen Mist zu Marktpreisen frei zu verkaufen, brachte dies ihnen doch einen wichtigen Zusatzverdienst zu ihrem sonst eher kärglichen Einkommen.

  

Die Bestimmungen der Gemeindeordnung zeigen, wer sich politisch durchsetzen konnte: Verbot des Verkaufs von Mist außerhalb der Gemeinde, außer wenn kein Mögeldorfer Feldbesitzer ihn haben wollte; ein Zwangspreis von 36 oder 48 Pfennig gegenüber einem Marktpreis von ¼ oder 1/3 Gulden (damals 63 oder 84 Pfennig) – die reichen Bauern und Grundherren hatten sich gegen die armen Köbler durchgesetzt. Eigentlich hätte das Landpflegamt die Ärmeren schützen müssen, wie Tucher zornig feststellt.

  

Warum sich Caspar Tucher so leidenschaftlich für die Sache der armen Köbler einsetzte, lässt sich dem Akt nicht entnehmen. Nahm er seine eigenherrlichen Schutzpflichten gegenüber seinem Untertan so ernst, hatte er darüber hinaus allgemein eine soziale Ader, oder spielte auch sein Eigeninteresse eine Rolle? Schließlich hingen die Eigenzinszahlungen seiner armen Untertanen nicht zuletzt von deren wirtschaftlicher Zahlungsfähigkeit ab. Was seine Standesgenossen im Rat angeht, so scheint Tucher in ihr soziales Gewissen weniger Vertrauen gehabt zu haben als in ihr Eigeninteresse. Als ein weiteres Argument für die (immerhin illegale) Handlungsweise seines Untertanen nennt er den Grund: Er brauchte das Geld, um seine Steuern bezahlen zu können.

  

Wie so oft ist der Ausgang des Streites nicht mehr im Akt dokumentiert. Auffällig ist allerdings: Als das Landpflegamt dreißig Jahre später, am 13. Dezember 1625, auf Bitten der Vierer und auf Grundlage der von ihnen formulierten Vorschläge eine neue Gemeindeordnung für Mögeldorf erließ (die es diesmal auch selbst besiegelte), wurden im Punkt über den Mistverkauf die bisherigen Höchstpreise ausdrücklich abgeschafft. Offensichtlich ein Kompromiss: Zwar behielten die großen Bauern und Grundbesitzer Mögeldorfs ihr Vorkaufsrecht, doch entfiel die Deckelung des Verkaufspreises, so dass die Köbler jetzt auch in Mögeldorf die Chance auf einen marktgerechteren, höheren Erlös hatten. Tuchers Einsatz für seinen armen Untertanen hatte sich doch noch gelohnt.

 

    Horst-Dieter Beyerstedt |Seitenanfang


Seitenanfang| Männerverein

Der Männerverein wurde 1866 gegründet und existierte bis 1919. Die Akten der Gemeinde Mögeldorf sind im II. Weltkrieg verbrannt. Deshalb gibt es Aktenstücke erst aus der Zeit nach dem 1.1.1899. Er nahm am Mögeldorfer Geschehen regen Anteil. Ein Schild vom Kirchweihumzug hat sich bis heute erhalten.

Der Männerverein wurde 1866 gegründet und existierte bis 1919. Die Akten der Gemeinde Mögeldorf sind im II. Weltgrieg verbrannt. Deshalb gibt es Aktenstücke erst aus der Zeit nach  dem 1.1. 1899. Er nahm am Mögeldorfer Geschehen regen Anteil. Ein Schild vo  Kirchweihumzug hat sich bis heute erhalten
   hier gewählt, was hiermit ...  gehorsamst zur Anzeige gebracht 
  Anstecker 
Fundstelle: StA Nbg. C7/V Nr. 2592 (1899 – 1921), C7/X Nr. 6, 1514 und C7/X Nr. 7, 1089

 

Statuten des Männervereins zu Mögeldorf

  1. Zweck des Vereins
    Sittliche Bildung, gegenseitiges, freundschaftliches Benehmen, Belehrung durch Vorlesung guter Zeitschriften über Landwirtschaft und Industrie.

  2. Mitglieder
    Der Verein besteht aus Männern, welche sich eines unbescholtenen Rufes erfreuen. Dieselben wählen unter sich einen Vorstand, Kassier und 3 Ausschussmitglieder.

  3. Aufnahme
    Jeder, der zur Aufnahme sich meldet, hat es dem Vorstand anzuzeigen, wo dann baei der nächsten Versammlung der Mitglieder durch Ballotage über die Aufnahme entschieden wird. Der Aufgenommene erhält durch den Vorstand den Aufnahmsschein gegen Entrichtung von 30 kr. Aufnahmegebühr.

  4. Beitrag
    Jedes Mitglied ist verpflichtet, vierteljährlich 15 kr. Beitrag zu entrichten, um die Ausgaben des Vereins zu bestreiten.

  5. Austritt
    Der Austritt ist jederzeit frei, ist aber kein Anspruch zu machen an den Verein. Zugleich wird bemerkt, daß jedes Mitglied durch irgend ein Vergehen, oder unsittliches Betragen von dem Verein ausgeschlossen wird.

  6. Zusammenkunft
    Die Zusammenkunft findet bei Gastwirth Schüssel wöchentlich zwei Mal statt. Jedem Mitglied ist gestattet, nachdem es beim Vorstand um´s Wort bittet, Reden und Vorträge zu halten. Gesellige Unterhaltungen, als : Concerte, Bälle, Kränzchen, werden von den Mitgliedern besonders anberaumt.

    Vorstand: Braun Cassier: Schüssel
     
    Aus den Akten des Magistrats Nürnberg, Präsidium vom 21.1.1899 Nr. 6164 ergibt sich zum Männer-Verein Mögeldorf Folgendes [Mögeldorf wurde am 1.1.1899 zur Stadt Nürnberg eingemeindet]:
    „Unter vorstehender Benennung hat bisher in Mögeldorf ein nichtpolitischer Verein bestanden, der durch die erfolgte Einverleibung der Gemeinde Mögeldorf nunmehr seinen Sitz in Mögeldorf hat.
     
    Der Vorstandschaft gehören an als
    – I. Vorstand: Johann Kranhans, Privatier, Mögeldorf Nr. 55
    – II. Konrad Holweg, Gutsbesitzer Mögeldorf Nr. 59
    – Kassier: Konrad Beck: Gutsbesitzer, Mögeldorf Nr. 64
    – Schriftführer: Balthasar Schön, früher Gemeindediener, jetzt Schutzmann, Mögeldorf Nr. 164
    Das Vereinslokal befindet sich in der Wirtschaft von Paul Gottlieb Hofmann, zum Ritter St. Georg, Mögeldorf, Hauptstr. 54.“
     
    Aktenvermerk:
     I. Es ist ein neuer Akt anzulegen und Vormerkung im Verzeichnis zu machen.
    II. Herrn Referenten XIIII zur Verständigung der Polizeimannschaft
    III. Wiedervorlage am 15. Jan. 1900.
     
    Schreiben des Vorsitzenden Kranhans vom 16. Januar 1900:
    „In der am 29. November 1899 stattgehabten Generalversammlung des Männervereins Mögeldorf wurde zum I. Vorstand der Privatier Johann Kranhanf, II. Vorstand Gutsbesitzer Konrad Holweg , zum Cassier Konrad Buk (Gutsbesitzer), zum Schriftführer Balthasar Schön und zu Ausschußmitgliedern Michael Gabel, Johann Quenssler, Heinrich Schultz und Andreas Schwab sämtliche von hier gewählt, was hiemit … gehorsamst zur Anzeige gebracht wird.“
    Am 13.12.1900 teilt der Vorstand dem Magistrat mit, daß I. Vorstand Konrad Holweg Mögeldorfer Hauptstr. 61 und II. Vorstand Lorenz Buchner, Gutsbesitzer. Warum der Magistratsbeamte am 15.1.1902 unter die Urkunde Männergesangverein setzt, erschließt sich aus den Unterlagen nicht.
    Am 15. Jan. 1903 wird Georg Rüll, Polier, Bürgweg 1, 1. Vorstand.
    1913 betreibt Osberger seine Wirtschaft in der Laufamholzstraße 53 namens „Jägersruh“.
    Die Wahlen am 30.10.1919 hatte im Vereinslokal des Balthasar Osberger, Mögeldorfer Hauptstr. 47, folgendes Ergebnis: I. Vorstand, Johann Schwarm, Polier, Laufamholzstr. 57, II. Vorstand Johann Quenssler, Polier, Laufamholzstr. 14, Kassier Konrad Holweg Ökonom, Mögeldorfer Hauptstr. 58 und Michael Gabel, Trichinenschauer, Mögeldorfer Hauptstr. 38.

 

  Fundstelle: StA Nbg. C7/V Nr. 2592 (1899 – 1921), C7/X Nr. 6, 1514 und C7/X Nr. 7, 1089|Seitenanfang


Seitenanfang| Gesellschaftsvereine der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts

Die Gründung von Vereinen für gesellige Zwecke war in der zweiten Hälfte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts nach der Überwindung der unmittelbaren Kriegsfolgen des I. Weltkriegs und dem Ende der Hyperin-flation groß in Mode. Es waren die Jahre der „goldenen 20er“.

 
In Mögeldorf können wir aus der Sammlung von Edwin Hölzl drei Belege dazu anführen, die alle von seinem Vater Josef Hölzl stammen (Stadtarchiv A 108 Nr. 68–70).

 
Unter der Nr. 68 befinden sich Unterlagen der Stammtischgesellschaft „Freiheit“. Der Vorstand Heinrich Liedel unterzeichnet am 29.11.1929 den Aufnahme-und Mitgliedsantrag mit der Nummer 47 für Josef Hölzl. Die gedruckten Statuten regeln u.a.:
㤠1: Die Stammtischgesellschaft bezweckt die Pflege des Gesangs freier Lieder, geselliger Unterhaltung und hat alle Jahre ein bis zwei Festessen (je nach Kassenbestand).

  • § 2: Beitreten kann jede Person, welche das 18. Lebensjahr überschritten hat und von unbescholtenem Charakter ist. Als Sänger derjenige, der über Stimmmittel verfügt und sich verpflichtet, vier Proben ununterbrochen bis zu seiner Aufnahme zu besuchen.

  • § 3: Findet Festessen statt, muß jedes Mitglied im Vereinslokal erscheinen. Erscheint das Mitglied nicht, zur Entschuldigung gilt bloß Krankheit, so hat es den Anspruch auf das Essen verloren. Ist ein Mitglied in anderen Fällen oder vielleicht gar nicht entschuldigt, so hat die Verwaltung darüber zu befinden.

  • § 4: Die Stammtischgesellschaft besteht aus aktiven und passiven Mitgliedern. Beim Vorschlag zur Aufnahme sind von jedem Aufzunehmendem 1 Mark Vorschlagsgebühren zu zahlen. Evtl. von demjenigen, der diesen Mann vorschlägt. … Der Monatsbeitrag beträgt 40 Pfg., welcher von dem Kassier abgeholt wird.

  • § 5: Befreit von Beiträgen sind Mitglieder, welche außer Verdienst stehen, hervorgerufen durch Arbeitslosigkeit, Streik oder Krankheit.“

  • §§ 6–12: Vertretung des Vereins, Jahreshauptversammlung, Auflösung etc.
    In den Akten befindet sich weiter ein Quittungsformular vom Dezember 1929 über 50 Pfg. Der Verein hatte sogar gedruckte Briefkuverts mit der Anschrift Bürgweg 1.
     
    Die Verbundenheit hielt auch über das Kriegsgeschehen des II. Weltkriegs. So liegt ein Postkarte vom 10.8.1947 vor, wo Wilhelm Merklein an Josef Hölzl in der Hammerstr. 6/I. Merklein antwortet auf eine Anfrage von Josef Hölzl nach der Adresse eines gemeinsamen Bekannten. Auszugsweise heißt es auf der Postkarte: „Habe schon oft an Sie gedacht, ob Sie wohl noch am Leben sind und den Krieg noch gut überstanden haben. … Die letzten Kriegstage habe ich im Lazarett verbracht. Ich wurde noch am 25.4. schwer verwundet. Bei einem Jabo-Angriff verlor ich an der linken Hand Daumenspitze, Zeige und Mittelfinger und erlitt … einen Halsdurchschuß.“

 Unter der Nr. 69 liegt die gedruckte Satzung der Stammtisch-Gesellschaft „Eichenlaub“ Mögeldorf vor. Der Vorstand Walberer übergibt die Satzung am 3.5.1927 an Josef Hölzl. Auszugsweise heißt es in der Satzung:

  •  „§ 1: Gründung des Vereins: Die Stammtischgesellschaft wurde am 23.1.1926 in Mögeldorf gegründet.

  • § 2: Name, Sitz und Zweck des Vereins: Die Stammtischgesellschaft benennt sich Eichenlaub Nürnberg-Mögeldorf und hat seinen Sitz in Mögeldorf. Die Gesellschaft hat den Zweck: Liebe und Gesellschaftlichkeit innerhalb des Vereins zu pflegen.

  • § 3: Aufnahme: Aufnahmefähig ist jeder unbescholtene Mann, er das 19. Lebensjahr überschritten hat. …

  • § 6: Jedes Mitglied ist verpflichtet, den Geist der Kameradschaft zu pflegen und zu betätigen. Die Aufnahmegebühr beträgt 50 Pfg., der Monatsbeitrag 20 Pfg.“

  • §§ 7–10 regeln Vertretung, Austritt und Auflösung. 


Unter der Nr. 70 befindet sich die gedruckte Satzung des Vereins „Kegelfreunde Steigerturm“ vom 20.8.1925 zusammen mit dem Aufnahme und Mitgliedsbuch des Josef Hölzl vom 11.9.1926. In der Satzung heißt es auszugsweise:

  • „§ 1: Pflege des Kegelspiels und der Geselligkeit. Politik ist ausgeschlossen.“ Die Gesellschaft tagt wöchentlich, zusätzlich gibt es 3 – 4 Preisspiele. Jährlich gibt es ein Festessen anläßlich des Stiftungsfestes. In § 2 ist festgelegt, daß ein Betritt ab dem 18. Lebensjahr möglich ist. § 3 regelt die Verpflichtung, an den Preisspielen und Festessen teilzunehmen. Die Kegelrunde tagt immer samstags abends von 20.00 bis 22.00 Uhr. Ein entschuldigtes Fernbleiben kostet 5 Pfg., ein unentschuldigtes Fernbleiben 10 Pfg. Im Verein werden nur aktive Mitglieder aufgenommen (§ 5). Die Aufnahmegebühr kostet 50 Pfg., der monatliche Beitrag ebenfalls 50 Pfg. Eine Befreiung vom Beitrag ist möglich bei Arbeitslosigkeit, Streik und Krankheit (§ 6). Jedes Jahr im August findet eine Neuwahl statt (§ 8). Die §§ 9–12 befassen sich mit der Vertretung des Vereins, der Revision, dem Ausschluß und der Auflösung.

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Seitenanfang| Tiergarten

Stabübergabe an der Tiergartenspitze

  

Am 30. Juni 2020 ging Dr. Helmut Mägdefrau, stellv. Direktor des Tiergartens der Stadt Nürnberg und zoologischer Leiter, in den Ruhestand. Jörg Beckmann, bislang sein Stellvertreter als zoologischer Leiter, übernimmt die Aufgabe des Vizedirektors. Der promovierte Biologe Helmut Mägdefrau kam 1991 als Kurator in den Tiergarten Nürnberg. Seit 2000 ist er stellvertretender Direktor. 2004 übernahm er für einige Monate die kommissarische Leitung des Zoos.

 

Sein Nachfolger, Jörg Beckmann, übernimmt am 1. Juli 2020 die Funktion des stellv. Tiergartendirektors in Nürnberg. Der 1982 in Niedersachsen geborene und aufgewachsene Biologe und Forstwissenschaftler kam im September 2019 als Mägdefraus Stellvertreter in der zoologischen Leitung und als Kurator für Botanik und Landschaftsgestaltung in den Tiergarten Nürnberg.

 

Gorillas im neuen Außengehege

 

  

Seit 7. Mai 2020 können die Gorillas im Tiergarten der Stadt Nürnberg die umgestaltete Außenanlage nutzen. Erstmals haben die Besucherinnen und Besucher nun die Ge-legenheit, die Gorillas – wenngleich mit
größerem Abstand – bei passenden Witterungsverhältnissen ungestört von Zaun oder Scheiben zu beobachten.

Flachlandtapir Daisy gestorben

 

Im Alter von 38 Jahren ist am 11. Mai 2020 der Flachlandtapir Daisy im Tiergarten der Stadt Nürnberg gestorben. Daisy war der mit Abstand älteste Flachlandtapir (Tapirus terrestris) in europäischen Zoos.

Sie wurde am 8. Juli 1981 im Tierpark Hagen-beck in Hamburg geboren und kam am 16. Dezember 1982 in den Tiergarten Nürnberg. Daisy zog in Nürnberg zehn Jungtiere auf. Sie lebte zusammen mit ihrem Ende 2007 geborenen Gefährten Poroto.

 

            Tiergarten der Stadt Nürnberg

            i.A. Dr. Nicola A. Mögel

Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

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Seitenanfang| Mitglieder Info

Wir gedenken unseren Verstorbenen:

Frau Ilse Neumann

Frau Inge Seubert 

 

Wir gedenken unseren Spendern

Frau Elisabeth Beier

Frau Claudia Föhst

Herrn Johann Leibl

Herr Daniel Gottschalk

Herrn Kurt Hesse

Herrn Otto Küppersbusch

Fa. Metzgerei Walk GmbH

Herrn Reinhard Morys

Herrn Fritz Neuser

Frau Elisabeth Ostner

Herrn Peter Riedhammer

Herrn Olaf Stier

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